Präventionsprojekt zum Kinderschutz

 

„Grenzen, die niemand überschreiten darf“, waren Thema des Präventionsprojektes, das von der „theaterpädagogischen werkstatt“ Osnabrück an der Dorothea-Viehmann-Schule durchgeführt wurde.

In kleinen Spielszenen wurden JA- und NEIN-Gefühle, körperliche Grenzen und sexuelle Übergriffe kindgerecht präsentiert und mit den Schulkindern besprochen.

 

In dem Theaterstück „Die große NEIN-Tonne“ verfolgten die Kinder der Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie der Vorklasse verschiedene Situationen, die gute oder aber schlechte, also JA- oder NEIN-Gefühle auslösen können.

Unter Anleitung der Darsteller wurde im Anschluss besprochen, was in die NEIN-Tonne gehört und was nicht: Es gibt Dinge, die man nicht gern tut, wie aufräumen oder Zähne putzen, die aber sinnvoll und notwendig sind und deshalb nicht in die NEIN-Tonne kommen, ebenso wenig wie Regeln für das Zusammenleben in der Familie und in der Schule. Dagegen gehören gefährliche Mutproben oder schlechte Geheimnisse, die Angst machen, unbedingt in die NEIN-Tonne!

 

Auch in dem weiterführenden Programm für die 3. und 4. Klassen „Mein Körper gehört mir“ ging es anhand von Spielszenen um JA- und NEIN-Gefühle. Die Schulkinder sammelten Situationen, bei denen sie selbst JA- oder NEIN-Gefühle haben. Es wurde besprochen und eingeübt, wie man reagiert, wenn durch eine andere Person eigene körperliche Grenzen überschritten werden: Es ist wichtig, seine eigenen Gefühle auszusprechen und deutlich NEIN zu sagen. So kann man in einer Gefahrensituation auch andere Menschen aufmerksam machen und Hilfe holen. Dabei wurden sexuelle Übergriffe durch Menschen im Nahbereich wie auch durch Fremde thematisiert. Auch Gefahren, die das Internet in diesem Zusammenhang mit sich bringt, wurden deutlich.

 

Die Schulkinder lernten: Jeder hat das Recht, NEIN zu sagen – manchmal muss man Mut dafür aufbringen. Es ist wichtig, mit einem vertrauten Menschen über NEIN-Gefühle, die einen bedrücken, zu reden.

Wer sich anonyme Beratung holen möchte, kann sich an das Kinder- und Jugendtelefon unter der Nummer gegen Kummer 116111 (Mo-Sa, 14.00-20.00 Uhr) wenden.

Mit diesem Präventionsprojekt möchten wir zum Schutz unserer Schulkinder beitragen, denn: Je besser Kinder informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser sind sie gegen Übergriffe geschützt.

 

Das Geld zur Finanzierung des Projektes haben die Kinder bei einem Sponsorenlauf des Fördervereins zu Beginn des Schuljahres selbst erlaufen.