Draußentage in der Vorklasse

In der Vorklasse der DVS gibt es etwas, das anders ist als bei den anderen Klassen: Einmal in der Woche gehen wir raus. Bei jedem Wetter. Im Sommer plantschen wir manchmal im Dönchebach. Im Winter holen wir die Poporutscher hervor. Es wird geklettert, balanciert und ausdauernd gelaufen. Natürlich frühstücken wir auch im Freien.

 

An unseren Draußentagen findet das Lernen in der Natur statt. Der Wortschatz der Kinder erweitert sich um Begriffe wie Nadeln, Blätter, Eicheln, Moos, Brombeeren usw.

Dass die Kleidung je nach Wetterlage angepasst werden muss, ist für einige Kinder (und Eltern) eine neue (Lern-) Erfahrung.

 

Wir schauen im Frühjahr zu, wie die ersten Blumen aus der Erde kommen, und sammeln im Herbst Nüsse. Diese hämmern wir mit Steinen auf, um sie zu essen. Wie man seine Kraft einsetzen muss, um die Schale zu knacken, die Nuss jedoch nicht zu zerstören, bedarf einiger Wiederholungen. Regelmäßig schauen wir im botanischen Garten bei den Fröschen und Fischen vorbei, die man mit Geduld und Stille auch beobachten kann.

 

Bei den kleinen Wanderungen zu unseren Zielorten haben die Kinder viel Zeit sich zu unterhalten und soziale Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Und draußen ist es manchmal leichter, einen Spielpartner zu finden als in der Begrenzung des Klassenzimmers.

 

Tabea Schwegler