Kinderschutzprojekt

 

Mit ihrem Präventionsprogramm zum Thema „Grenzen, die niemand überschreiten darf“, war die „theaterpädagogische werkstatt“ aus Osnabrück an unserer Schule zu Gast.

Dabei wurden ernste Themen angesprochen: körperliche Grenzen, JA- und NEIN-Gefühle und sexueller Missbrauch. In kindgerechter Weise präsentierte das Team kleine Spielszenen, die anschließend mit den Schulkindern besprochen und analysiert wurden.

 

Die Kinder der Jahrgangsstufe 1 und 2 erlebten in dem Theaterstück „Die große NEIN-Tonne“ verschiedene Situationen, die gute oder aber schlechte, also JA- oder NEIN-Gefühle auslösen können.

Gemeinsam mit den Kindern überlegten die Darsteller, was genau in die NEIN-Tonne gehört und was nicht: Es gibt Dinge, die man nicht gern macht, wie aufräumen oder Zähne putzen, die aber sinnvoll und wichtig sind; diese Dinge kommen ebenso wenig in die NEIN-Tonne wie Regeln für das Zusammenleben in der Familie und in der Schule. Dagegen gehören gefährliche Mutproben oder schlechte Geheimnisse, die Angst machen, unbedingt in die NEIN-Tonne!

Die Schulkinder lernten: Jeder hat das Recht, NEIN zu sagen – manchmal muss man Mut dafür aufbringen. Es ist wichtig, mit einem vertrauten Menschen über Gefühle zu reden, die einen bedrücken.

 

 

Das dreistündige Programm für die 3. und 4. Klassen „Mein Körper gehört mir“ begann mit einem Körper-Song, der zum Thema hinführte. Auch hier ging es anhand von Spielszenen zunächst um JA- und NEIN-Gefühle. Die Schulkinder sammelten Situationen, bei denen sie selbst JA- oder NEIN-Gefühle haben. Sie erfuhren, wie man reagiert, wenn ein anderer persönliche Grenzen überschreitet: Sprecht eure Gefühle aus! Sagt deutlich, wenn ihr etwas nicht wollt! Ihr könnt mit einem lauten und deutlichen NEIN andere auf euch aufmerksam machen und so Hilfe holen.

Es wurde mit den Kindern über sexuellen Missbrauch durch Fremde wie auch durch Menschen in ihrem Nahbereich gesprochen. Auch Gefahren durch das Internet wurden thematisiert. Die Kinder erhielten den Rat, mit vertrauten Menschen über körperliche Grenzüberschreitungen und ihr NEIN-Gefühl zu reden. Am Ende wurde ihnen die Nummer gegen Kummer (Kinder- und Jugendtelefon) mitgeteilt, an die sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen:

0800 1110 333, Mo-Sa 14.00-20.00 Uhr, vertrauliche und anonyme Beratung

 

 

Je besser Kinder informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser helfen wir ihnen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Mit diesem Projekt möchten wir zum Schutz unserer Schulkinder beitragen.

 

Wir danken unseren Sponsoren Lukaskirche, Förderverein der DVS, HNA/Kinder für Nordhessen, dass sie dieses Präventionsprogramm ermöglicht haben.

 

Karin Bott und Martina Harbich